Reisebericht 4: Das nächste Abenteuer Iguazu
Schade, die paar Tage in Buenos Aires sind viel zu wenig, schon sitzen wir im Überlandbus der Firma Tigre Iguazu und fahren Richtung Norden.

Ein riesiger Wasserfall im Iguazu Park
Bye bye Buenos Aires
Ein letzter Blick auf diese wundersame Stadt mit den prächtigen alten Kolonialbauten, deren bröckelnder Charme mich wehmütig stimmt. Je weiter wir aus der Stadt kommen, umso mehr fällt der Unrat und Müll auf, der sich stinkend am Straßenrand breit macht. Bettelnde Kinder mit abgerissener Kleidung sind das, was ich als letztes aus den Augenwinkeln beim Vorbeifahren erfasse. Wir lassen endgültig diese traurig schöne Stadt hinter uns. Siebzehn Stunden Busfahrt haben wir nun zu überstehen und dann wartet das nächste Abenteuer.
Bus-Tour bei glühender Hitze mit 31 Grad
Als wir nach der langen Fahrt aussteigen, knirschen meine Knochen. Zu lange saßen wir beengt im Bus, nur unterbrochen von kurzen Pausen, in denen ich feststelle, dass das Thermometer auf 31 Grad gestiegen ist, die Landschaft mehr und mehr von Palmen, Kletter- und Schlingpflanzen geprägt ist und der Staub auf meinen Schuhen eine rote Farbe hat.
Wir sind alle müde und der tropische rote Boden, den wir in der Schule im Geografieunterricht als Latosolboden bezeichnet haben, interessiert mich im Moment nicht besonders.
Wasserfälle im Iguazu Park
Nun aber auf zum Iguazu-Nationalpark. Hier im überraschend sauberen und gepflegten Park befindet sich einer der größten Wasserfälle der Erde. Auf einer Breite von ca.4 km stürzen hier 1,8 Millionen Liter Wasser pro Sekunde in eine 74 m tiefe Schlucht, ehe der Iguazu in den Parana mündet. Es lässt sich nicht beschreiben welche Naturkräfte hier wirken. Anfangs gehen wir an vielen kleinen Bächen vorbei, die zu reißenden Strömen werden, sich vereinigen und alles in sich hineinziehen, bevor sie in die „Garganta del Diabolo“, in die Teufelsschlucht stürzen.
Über stabile Stege können wir verschiedene Stellen des Iguazu -Wasserfalles ansehen. Ein Weg führt uns direkt an den Platz, an dem die Wassermassen eines besonders großen Falls auf dem Boden aufkommen. Der Lärm ist ohrenbetäubend.

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